Sonntag, 30. Oktober 2016

3. The Bronx

Von Würzburg zur Bronx.... das war eine große Umstellung.  Wir hatten in Würzburg in einer Siedlung gelebt, so Nachkriegsbauten und die Zimmer waren sehr klein.  Wir hatten eine Wohnküche, ein einziges Schlafzimmer und ein kleines Wohnzimmer.  In diesem Wohnzimmer hatte mein Opa gelebt bis er starb.  Und jetzt  hatten wir neben dem Wohnzimmer gleich zwei Schlafzimmer.  In der Küche stand ein Kühlschrank mit Gefrierfach, etwas was ich gar nicht kannte.  Und heißes Wasser, das kam aus allen Hähnen ohne dass meine Mutter etwas vorher einstellen musste.  In der Badewanne war auch eine Dusche vorhanden.  Wir machten so einige Erfahrungen die für uns ganz neu waren.   Das Haus in dem wir wohnten, gehörte einem Deutschen der aus München ausgewandert war.  Unter uns lebte noch ein Deutsches Ehepaar.  Das Viertel dort war Deutsch-Italienisch, obwohl die Italiener da ganz anders waren als die Italiener in Italien.  Genauso war es mit den Deutschen.

1965 - meine Mutter in der Küche (mom in the kitchen)
 
Lustig war das man die gewaschene nasse Wäsche hinten am Fenster an eine Leine hing die mit einem Rädchen vom Fenster zum anderen Haus daneben ging.  Meine Mutter fand das gar nicht so lustig.  Auch an die Fenster musste sie sich gewöhnen, die schob man nämlich von unten nach oben und sie ließen sich nicht wie die deutschen Fenster nach innen öffnen.  Kein einfacher Job wenn man seine Fenster putzen wollte. 

1965 - unsere Wohnung oben und im hinteren Bereich (our apartment upstairs and in the back)
Auch waren die Straßen viel breiter und größer als ich es von Deutschland kannte.  Eigentlich war alles größer, vor allem die Lebensmittelmärkte.  Bei unserem ersten Einkauf konnte meine Mutter gar nicht glauben dass alleine die Obstabteilung schon so groß war wie das kleine Lebensmittelgeschäft in welchen sie in Würzburg immer eingekauft hatte.  Wir kamen uns vor wie in einem Schlaraffenland, aber wie es immer im Leben ist, man gewöhnt sich schnell an solche Dinge und möchte sie im Nachhinein nicht mehr missen.


1965 - East Tremont Avenue, Bronx



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The move from Würzburg to the Bronx was a big step...and a big change.  We had lived in a section of houses that had been built after the war and the rooms in those buildings were very small.  We had a kitchen in which we practically lived, one bedroom and a tiny living room.  My grandfather lived in the living room until the day he died.  And now, all of a sudden we lived in a place that had two bedrooms, a big living room and a kitchen with a fridge and freezer.  That was something that we did not have in Germany.  And hot water came right out of the faucet without my mother having to turn on the heater hanging over the sink.  The bathtub also had a shower and we had some real new experiences.  The house was owned by a German man from Munich.  Below us lived another German couple.  The neighborhood was German-Italian.  The Italians living there were totally different than the Italians living in Italy, exactly as were the Germans living in the Bronx.

I thought it was funny that the wash was hung out of the window on a line that you had to pull.  My mother didn't think that that was funny at all.  The same went for the windows that you had to push up to open them.  In Germany they open into the room.  It sure was a chore to clean the windows in the Bronx.


1965 - East Tremont Ave
The roads were much wider than the once I was used to in our old town.  Well, everything was bigger than I was used to, especially the super markets.  I will never forget our first shopping trip.  My mother gasped when she saw the section where the fruit and veggies were sold.  Just that part of the store was bigger than the whole shop where she bought her groceries before.  But as everything in life, you get used to these comfortable things and you don't want to do without them anymore.

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